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UPD 52/18 - 11.05.2018                                 Meldung als pdf

Aktuelles Strafrecht im Focus:

MeToo, Facebook und Legal Highs

Drei ausgewiesene Experten zu drei gesellschaftspolitisch brisanten Themen am 29.Mai sowie am 5. und 11. Juni


Space-e_herbal_ecstasy_verpackungAugsburg/MK/KPP – Um das Sexualstrafrecht im Zeichen der MeToo-Debatte und um die Fragen, wie es mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde auf Facebook oder mit der Strafbarkeit von Designerdrogen bestellt ist, geht es in der öffentlichen dreiteiligen Vortragsserie „Aktuelles Strafrecht im Focus“, zu der das Institut für die gesamte Strafrechtswissenschaft Ende Mai/Anfang Juni an die Universität Augsburg einlädt.

Bild: Sinn und Zweck der Kriminalisierung von Designerdrogen: eines der drei strafrechtlich wie gesellschaftspolitisch brisanten Themen der Vortragsreihe „Aktuelles Strafrecht im Focus“. © www.drogen.bz (wiki commons)

Dienstag, 29. Mai 2018
Das Sexualstrafrecht im Zeichen der MeToo-Debatte
Vor dem Hintergrund der MeToo-Debatte stellt sich die Frage, ob und inwieweit das Sexualstrafrecht – auch nach seiner erheblichen Ausweitung im letzten Jahr – in der Praxis geeignet ist, zu einer Aufklärung von Vorwürfen sexueller Übergriffe beizutragen. Mit dieser Frage befasst sich der Münchner Rechtsanwalt Dr. Alexander Stevens. Er führt zahlreiche Verfahren im Bereich des Sexualstrafrechts und entfaltet darüber hinaus eine rege thematisch einschlägige Vortragstätigkeit. 

Dienstag, 5. Juni 2018
Die Würde des Menschen ist unantastbar – außer auf Facebook?
Soziale Netzwerke sind zu einem Ort geworden, in dem hemmungslos gedroht, beleidigt und verleumdet wird. Vor dem Hintergrund der Diskussion um das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) geht der Würzburger Rechtsanwalt Chan-jo Jun, der einst Mark Zuckerberg und Facebook verklagt hat, der Frage nach, wie Meinungsfreiheit einerseits und Persönlichkeitsrechte andererseits auszubalancieren sind und wie das Strafrecht durchgesetzt werden kann. Rechtsanwalt Chan-jo Jun, ist dafür bekannt, dass er sich mit Facebook anlegt und die Diskussion über das (NetzDG) vorantreibt. Darüber hinaus berät er nicht nur Unternehmen, sondern auch die Bundesregierung 

Montag, 11. Juni 2018
Strafbarkeit sog. Legal Highs und anderer psychoaktiver Substanzen
Während verbreitet die Entkriminalisierung von Cannabis und Marihuana gefordert wird, hat der Gesetzgeber zuletzt deutlich gemacht, dass Legal Highs alles andere als legal sind. Über Sinn, Zweck und Umfang der Kriminalisierung referiert Dr. Mustafa Oglakcioglu. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg, hat in den letzten Jahren die maßgebliche Arbeit zum Betäubungsmittelstrafrecht vorgelegt und kennt das Metier auch aus (politik-)beratender Sicht.

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Die Vorträge beginnen jeweils um 18.00 Uhr im HS 2001 (29.5. und 5.6.) bzw. HS 1009 (11.6.) der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Universitätsstraße 24, Gebäude H, 86159 Augsburg). Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Kubiciel
Telefon. 0821/598-4560
michael.kubiciel@jura.uni-augsburg.de