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UPD 25/18 - 21.03.2018

Flatscreens unter die Lupe nehmen

Neues Bildungsprojekt von "MINT_Bildung" für Schülerinnen und Schüler zu den Auswirkungen des Konsumverhaltens / Kick-Off Veranstaltung am 22. März 2018


SChülerinnen verlegen mit Forschern des AMU FlatscreensAugsburg/HK/MH –Ein neues Bildungsprojekt am Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg setzt sich mit den regionalen und globalen Auswirkungen des Konsumverhaltens auf Mensch und Umwelt auseinander. Im Fokus steht der Flachbildschirm, der heute vom TV bis zum Smartphone permanent genutzt wird. Schülerinnen und Schüler aller Schularten lernen anhand von fünf wichtigen Rohstoffen in den Bildschirmen die vielschichtigen Aspekte vom Abbau dieser Rohstoffe über deren Nutzung in Geräten bis zur Entsorgung kennen.

Bild: Schülerinnen und Schüler lernen beim Zerlegen von Flatscreens im Anwenderzentrum Material und Umwelt der Uiversität Augsburg, welche Materialien verbaut sind und setzen sich mit der Nachhaltigkeit der verwendeten Ressourcen auseinander.  Foto: Universität Augsburg

Ziel des Projektes ist es, durch innovative Lehr- und Lernformen die globalen und fachübergreifenden Zusammenhänge hinter im Alltag viel genutzten Produkten darzustellen und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen. Die Inhalte des Projektes knüpfen an die schulischen Lehrpläne an. Bei Besuchen im Schülerlabor erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit  Flatscreens zu experimentieren, selbst zu forschen und sich u. a. mit umweltkritischen Metallen wie „Seltenen Erden“ zu befassen. Im Rahmen einer Stoffreise können die Schülerinnen und Schüler Stoffströme nachvollziehen und lernen, welche Einflussmöglichkeiten wir selbst als Konsumenten auf eine nachhaltige Entwicklung haben.

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt mit einer dreijährigen Laufzeit steht unter der Federführung des Geschäftsbereich MINT_Bildung des Anwenderzentrums Material- und Umweltforschung der Universität. Weitere Projektpartner sind das Institut Dr. Volker Zepf (Augsburg) sowie die Agentur Mint Wissen (Berlin). Zehn Kooperationspartner, darunter hauptsächlich kleine und mittelständische Unternehmen der Region, haben eine Bereitschaft zur Projektunterstützung signalisiert und werden die Schülerinnen und Schüler, die sich auf den Stoffreisen befinden, zu Exkursionen empfangen.

Die Begeisterung für solche Hintergründe zu vermitteln, ist auch Kern des Studien- und Berufsorientierungsprogramms UniMentoSchule, das speziell Schülerinnen der 10. bis 12. Jahrgangsstufe für MINT begeistern will. So lag es nahe, dass die teilnehmenden Schülerinnen von Gymnasien aus Augsburg und der Region im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung als Pilotgruppe testen, was in einem Flachbildschirm steckt.

Zur Auftaktveranstaltung am 22. März 2018 um 16.00 Uhr im Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (innocube , Universitätsstraße 1a) sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Fachkräftemangel verhindern

Der Bedarf an Nachwuchskräften im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist nur einer der Gründe, die für Aktivitäten der Universität Augsburg wie dem Flatscreen-Projekt oder UniMentoSchule sprechen. Auch die guten Jobaussichten sind wichtige Argumente, Mathematik, ein naturwissenschaftlich-technisches Fach oder Informatik zu studieren. Beide Projekte wirken damit auch dem drohenden Fachkräftemangel entgegen und leisten einen Beitrag zur Entwicklung des Wirtschaftsraumes Augsburg zu einem führenden Zentrum für Ressourceneffizienz mitsamt der neuen Ansiedlung von Firmen, Start-Ups und Forschungseinrichtungen.

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Ansprechpartnerinnen:

Marietta Menner
Geschäftsbereich MINT_Bildung am Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung
marietta.menner@amu.uni-augsburg.de
Telefon 021 598 - 3598

Heike Krebs
Projektkoordination UniMentoSchule, Universität Augsburg
unimentoschule@zbe.uni-augburg.de
Telefon 0821 598 - 4645