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UPD 79/18 - 01.07.2018                                 Meldung als pdf

Neuer Bachelor-Studiengang „Medizinische Informatik“

Innovatives Studienangebot der Universität Augsburg eröffnet Absolventen hervorragende Berufsaussichten / Bewerbung noch bis 15. Juli


Augsburg/FL/MH – Im Wintersemester startet an der Universität Augsburg der neue Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik. Das Konzept garantiert Studierenden eine anspruchsvolle interprofessionelle Ausbildung an der Schnittstelle zwischen Informatik und Medizin. Parallel dazu nehmen sie an Lehrveranstaltungen im Bereich Humanmedizin teil. Sie erhalten so frühzeitig einen tief gehenden Einblick in ihre zukünftige Berufswelt.

Die starke Anbindung an die Humanmedizin ist es, die den neuen Bachelor-Studiengang so innovativ macht. Möglich wird sie durch die besondere Situation der neu gegründeten Medizinischen Fakultät in Augsburg: Wenn dort ab 2019 erstmals angehende Ärzte ausgebildet werden, geschieht das in einem modernen Modellstudiengang, in dem die klassische Trennung zwischen Grundlagenwissenschaft und medizinischer Ausbildung am Patienten aufgehoben ist. „Dadurch wird es möglich, die Lehrveranstaltungen teilweise auch für Studierende der Informatik zu öffnen“, erklärt Adrian Rumpold, Fachstudienberater und Koordinator des neuen Studiengangs „Medizinische Informatik“.

Diese werden von Beginn an zusammen mit ihren Medizin-Kommilitonen in Themen wie Anatomie, Physiologie und Biochemie geschult. Eine Tatsache, von der sie später im Berufsalltag profitieren würden, meint Rumpold: „Durch die enge Verbindung bekommen die Studierenden einen ganz anderen Einblick in medizinische Fragestellungen an der Schnittstelle zur Informatik.“

Die zweite tragende Säule des Studiengangs ist eine fundierte Ausbildung in den zentralen Gebieten der Informatik. „Neben Themen wie Programmierung, Software-Engineering und theoretischer Informatik liegt dabei ein klarer Schwerpunkt auch auf der Mathematik“, betont Rumpold. „Unsere Absolventen sollen am Ende so gut aufgestellt sein, dass sie später problemlos in ein anderes Gebiet der Informatik wechseln können.“

Umfangreicher Wahlpflicht-Bereich

Ergänzt werden diese beiden Punkte durch einen umfangreichen Wahlpflicht-Bereich. Dadurch haben die Studierenden Gelegenheit, in verschiedene Bereiche der Medizinischen Informatik hineinzuschnuppern. Denn diese ist ein weites Feld. Ein Einsatzgebiet ist beispielsweise die grafische Aufbereitung von Daten, die mit bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie gewonnen wurden. Immer häufiger kommen dabei auch Methoden der künstlichen Intelligenz zum Einsatz: Die Software „lernt“ dann beispielsweise, Tumoren in Tomografie-Bildern zu identifizieren, und hebt diese für den Arzt mit einer besonderen Färbung hervor.

Immer wichtiger wird auch der Bereich „Big Data“. So fallen etwa in genetischen Studien häufig riesige Mengen von Informationen an. Nur mit rechnergestützten Algorithmen gelingt es, darin Gemeinsamkeiten aufzuspüren und Erbanlagen zu identifizieren, die zur Entstehung bestimmter Krankheiten beitragen. Ein vergleichsweise neuer Trend ist es dagegen, Daten aus medizinischen Smartphone-Apps oder tragbaren Sensoren, den so genannten Wearables, auszuwerten. Auch dafür braucht es intelligente Methoden.

Die Universität trägt diesem Umstand mit der Berufung spezialisierter Lehrstühle im Bereich der Medizinischen Informatik Rechnung. In enger Kooperation mit der Medizinischen Fakultät entsteht so ein entsprechender Forschungsschwerpunkt zu Medical Information Sciences.  Diese intensive Zusammenarbeit der beteiligten Fakultäten bildet eine wesentliche Basis für den neuen Studiengang. „Hier zeigt sich deutlich, wie gut in dem von der Universität maßgeblich gestalteten Forschungskonzept Inhalte der neuen Fakultät mit denen der bestehenden Fakultäten ineinandergreifen“, meint Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel. „Die Augsburger Universitätsmedizin baut somit auf die vorhandenen Stärken an der Universität auf und entwickelt diese weiter.“

Exzellente Berufsaussichten

Die Absolventinnen und Absolventen erwarten am Ende ihres Studiums blendende Berufsaussichten: Viele Bereiche der Medizin – von der Forschung über die Diagnostik bis hin zu Verwaltung und Abrechnung – sind ohne moderne Informationstechnologien in ihrer heutigen Form nicht mehr denkbar. Auch in angrenzenden Disziplinen, etwa der Pharma-Branche, ist die Kombination exzellenter Informatik- und Medizinkenntnisse zunehmend gefragt. Nicht zuletzt eröffnet sich den Studierenden der Medizinischen Informatik die Chance, sich durch die Mitarbeit in innovativen Start-ups und klein- und mittelständischen Unternehmen direkt an der Entwicklung hochaktueller Produkte zu beteiligen.

 

Auf einen Blick:

  • Abschluss: Bachelor of Science
  • Studiendauer: 6 Semester
  • Bewerbung bis zum 15. Juli (zulassungsbeschränkt)
  • Medizinische Grundlagen gemeinsam mit Studierenden der Humanmedizin
  • Kleine Gruppen und individuelle Betreuung
  • Renommierte Informatik-Fakultät beim CHE Ranking
  • Individuelle Schwerpunkte durch Wahlpflichtkurse
  • Breite Auswahl an passenden Masterstudiengängen in Augsburg

 

Weitere Informationen:
https://www.informatik.uni-augsburg.de/studium/studiengaenge/bachelor_mis.html

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Kontakt:

Adrian Rumpold
Fachstudienberater Medizinische Informatik
Institut für Informatik
Tel.: 0821/598-2471
E-Mail: adrian.rumpold@informatik.uni-augsburg.de