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UPD 80/18 - 02.07.2018                                 Meldung als pdf

Geschichtsvermittlung in Deutschland und China

3. gemeinsame Sommerschule der Universität Augsburg und der East China Normal University (ECNU), Shanghai, vom 2. bis zum 15. Juli 2018


Augsburg/MW/KPP – Rund zwanzig Lehramtsstudierende, Geschichtslehrerinnen und -lehrer sowie Doktorandeninnen und Doktoranden aus der Volksrepublik China erwartet der Augsburger Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte als Gastgeber der dritten deutsch-chinesischen Sommerschule über Geschichtsvermittlung in Schule und Öffentlichkeit. Die Gäste aus Shanghai wurden heute an der herzlich willkommen geheißen. Bis zum 15. Juli befassen sie sich an der Universität Augsburg vergleichend mit der Geschichtskultur der beiden Gesellschaften.

Die Geschichtsvermittlung in Schulen und Öffentlichkeit steht mit ihren vielfältigen Traditionen, Institutionen und Medien im Zentrum der nach 2015 und 2016 dritten deutsch-chinesischen Sommerschule des Augsburger Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte. Prof. Dr. Susanne Popp und ihr Lehrstuhlteam haben das vierzehntägige Programm gemeinsam mit Prof. Dr. Meng Zhongjie, dem Dekan der Geschichtsfakultät der renommierten East China Normal University (ECNU), Shanghai, entwickelt. Es ist darauf ausgerichtet, das breite Feld der Geschichtskultur in Forschung und Vermittlung repräsentativ und vielfältig, theoretisch und zugleich praxisnah zu erschließen und zu diskutieren. Die Auseinandersetzung mit Unterschieden, Gemeinsamkeiten und Perspektiven, theoretischen Konzepten und praktischen Modellen der modernen Geschichtsvermittlung zweier unterschiedlicher politischer, gesellschaftlicher und kultureller Systeme steht dabei im Vordergrund.

In der Volksrepublik China sind die Etablierung der akademischen Geschichtsdidaktik als Teil der Geschichtslehrerbildung und der Aufbau von Public History-Studiengängen eine noch recht neue Entwicklung, die besonders von Professor Meng an der ECNU in Shanghai vorangebracht wird – in enger Kooperation mit seiner Augsburger Kollegin Popp in deren Eigenschaft als Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik (ISHD).

Gedenkstättenkultur und Geschichtsvermittlung in Museen und Unterricht

Thematischer Schwerpunkt ist die Geschichtsvermittlung im allgemeinbildenden Schulunterricht und in der Öffentlichkeit. Konventionelle und moderne Konzepte der Geschichtsvermittlung in Museen und Gedenkstätten werden vor Ort sichtbar gemacht und dort diskutiert. Außerdem wird die Kultur der populären Geschichtsmagazine thematisiert, die in China gegenwärtig an Bedeutung gewinnt. In einem breiten Programm aus Vorträgen, Gesprächsrunden, Workshops, Exkursionen und Unterrichtsbesuchen werden in Augsburg, darüber hinaus aber auch in Nürnberg, München, Berlin und in Frankfurt/Main Ziele, Methoden und Institutionen einer demokratischen Geschichtsvermittlung in den Mittelpunkt gestellt. Einführende Überblicksvorträge und theoretische Erarbeitungen mit Diskussionen bilden jeweils die Grundlage für die Unterrichtsbesuche in Augsburger Schulen sowie die Exkursionen zu Museen und Gedenkstätten, bei denen Expertengespräche zur Geschichtsvermittlung im Zentrum stehen.

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Förderer der Sommerschule sind die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V., Huangshan Publishing House, Shanghai, die East China Normal University (ECNU), Shanghai, und der Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Universität Augsburg.

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Kontakt:

Dr. Michael Wobring
Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte
Telefon 0821/598-5499
michael.wobring@philhist.uni-augsburg.de