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UPD 124/18 - 06.11.2018                                 Meldung als pdf

Historische Bedingungen und solidarische Grundlagen wohlfahrtsstaatlicher Politik

Als JFZ-Gastprofessor und als JFZ-Research Fellow finden die Historiker Cornelius Torp (Halle/München) und Dietmar Süß (Augsburg) optimale Bedingungen für ein intensives Vorantreiben ihrer gemeinsamen Forschungen


Augsburg/AR/KPP –Die Förderlinie „projektbezogene Gastprofessur für transnationale Forschung“ ermöglicht es den Mitgliedern des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg, Gäste aus dem In- und Ausland für bis zu sechs Monate nach Augsburg einzuladen, um gemeinsam mit ihnen an einem Forschungsprojekt zu arbeiten. Im Wintersemester 2018/19 ist Prof. Dr. Cornelius Torp Inhaber einer solchen projektbezogenen JFZ-Gastprofessur.

Der Neuzeithistoriker Cornelius Torp (Halle/LMU München) ist durch seine Studien und Publikationen als Experte für die deutsche Sozial- und Wirtschaftsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert ausgewiesen. Seine 2015 erschienene Monographie widmet sich unter dem Titel "Gerechtigkeit im Wohlfahrtsstaat" dem Thema "Alter und Alterssicherung in Deutschland und Großbritannien von 1945 bis heute". Seine JFZ-Gastprofessur nutzt er zur engen Forschungskooperation mit seinem Augsburger Kollegen Prof. Dr. Dietmar Süß.

Selbst aktuell durch ein Research Fellowship des JFZ bei der Intensivierung seiner Forschungsarbeit unterstützt, ist Süß als Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte seit Beginn des Jahres Verbundkoordinator des BMBF-geförderten Projekts "Praktiken der Solidarität", das sich der Erforschung von Strukturen und Dynamiken transnationaler Solidarität im 20. und 21. Jahrhundert widmet. "Ich freue mich, dass das Jakob-Fugger-Zentrum es meinem Kollegen Torp und mir bis in den März 2019 hinein ermöglicht, uns intensiv kooperierend unserem Forschungsinteresse an den historischen Bedingungen und den solidarischen Grundlagen wohlfahrtsstaatlicher Politik zu widmen", so Süß.

Mehrere Lehrveranstaltungen und ein öffentlicher Vortrag am 21. November 2018

Von den projektbezogenen JFZ-Gastprofessuren profitieren stets auch die Augsburger Studentinnen und Studenten: So bietet Cornelius Torp im laufenden Wintersemester mehrere einschlägige Lehrveranstaltungen u. a. zur Geschichte des europäischen Wohlfahrtsstaates an. Für ein breiteres Publikum hält er am 21. November 2018 unter dem Titel "Rentenkrise und 'demographische Zeitbombe'" einen Vortrag über "Debatten und Wahrnehmungsmuster in Deutschland und Großbritannien an der Wende zum 21. Jahrhundert". Der Vortrag ist Teil der aktuellen JFZ-Vortragsreihe "Kosmopolitismus, Krisen, Fremdheit und neue Weltordnungen". Er beginnt um 18.15 Uhr im Raum 2128 der Philologisch-Historischen Fakultät, Universitätsstraße 10 (Gebäude D), 86159 Augsburg.

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Gastprofessuren und Fellowships: Forschungsförderung am Jakob-Fugger-Zentrum

Mit der „projektbezogenen Gastprofessur für transnationale Forschung“, für die das Jakob-Fugger-Zentrum im Sommersemester 2017 erstmals Mittel bereitgestellt hat, können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland für bis zu sechs Monate zu gemeinsamen Arbeiten an einem Forschungsprojekt oder Förderantrag nach Augsburg eingeladen werden. Antrags- und einladungsberechtigt sind die Mitglieder des Jakob-Fugger-Zentrums.

Die bewährte Förderlinie „Research Fellowship“ bietet den Mitgliedern des Zentrums die Möglichkeit, die Lehrverpflichtung für ein Semester zu reduzieren, um ein innovatives Forschungsvorhaben weiterzuentwickeln und einen Antrag auf Forschungsförderung auszuarbeiten. Während eines Fellowships steht das Jakob-Fugger-Zentrum den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beratend und unterstützend zur Seite, es sorgt für administrative Entlastung und ermöglicht so die konzentrierte Ausarbeitung eines Projektes.

Das Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg

Als Forschungskolleg für Transnationale Studien fördert das Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg seit nunmehr sechs Jahren die interdisziplinäre und internationale geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung an der Universität Augsburg. Es stößt innovative Forschungsvorhaben an, sorgt für internationale und fächerübergreifende wissenschaftliche Vernetzung und macht die Ergebnisse der geförderten Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Auf diesem Weg will das JFZ die Position der Augsburger Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften nachhaltig festigen und stärken.

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JFZ-Vortragsreihe "Kosmopolitismus, Krisen, Fremdheit und neue Weltordnungen" im Überblick

• Donnerstag, 15. November 2018, 18.30 Uhr (Raum 2107)
The Dark Side of the Enlightenment: Cosmopolitanism and Civil War
Prof. David Armitage, Litt.D., Ph.D. (Harvard University/Wissenschaftskolleg zu Berlin) 

• Mittwoch, 21. November 2018, 18.15 Uhr (Raum 2128)
Rentenkrise und „demographische Zeitbombe“. Debatten und Wahrnehmungsmuster in Deutschland und Großbritannien an der Wende zum 21. Jahrhundert?
Prof. Dr. Cornelius Torp (Halle/München, derzeit Gastprofessor am Jakob-Fugger-Zentrum)

• Dienstag, 27. November 2018, 18.30 Uhr (Raum 2107)
Fremde im eigenen Haus
Prof. em. Dr. Dr. h. c. Bernhard Waldenfels (Ruhr-Universität Bochum)

• Dienstag, 11. Dezember 2018, 18.30 Uhr (Raum 2110)
China's Global Connectivity Politics: A new meta-geography for international politics?
Dr. Nadine Godehardt (Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin)

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Pressekontakt:

Dr. Andrea Rehling
Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-5924
Andrea.Rehling@praesidium.uni-augsburg.de

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Dietmar Süß
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-2496
dietmar.suess@philhist.uni-augsburg.de