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UPD 126/18 - 07.11.2018                                 Meldung als pdf

Vancouver – Augsburg: Zusammenarbeit bei Robotik, Leichtbau und Digitalisierung

Die University of British Columbia (Kanada) und die Universität Augsburg unterzeichnen Kooperationsvertrag


VertragsunterzeichnungAugsburg/MH – Die Universität Augsburg und die kanadische University of British Columbia (UBC) kooperieren stärker in den Bereichen Robotik, Leichtbau und Digitalisierung in der Produktion. Die Augsburger Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel und der UBC-Präsident Prof. Dr. Santa J. Ono unterzeichneten am 31. Oktober 2018 einen entsprechenden Kooperationsvertrag. Neben dem Austausch von Studierenden und Forschenden ist ein gemeinsames Doktorandenprogramm geplant.

DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, UBC-Präsident Prof. Dr. Santa J. Ono und die Augsburger Uni-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: DLR

Die beiden Universitäten in Augsburg und Vancouver möchten in den  Forschungsfeldern Robotik, Leichtbau und Digitalisierung in der industriellen Produktion zusammenarbeiten.  Kern ist ein neues gemeinsames Doktorandenprogramm, an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt ist. Es ermöglicht Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Rahmen ihres Promotionsvorhabens einen Forschungsaufenthalt in allen drei Institutionen. Am Ende soll ein gemeinsamer Doktorgrad vergeben werden.

„Die Partnerschaft mit der Universität Augsburg ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erweiterung und dem weiteren Aufbau der mehrjährigen Partnerschaft mit dem DLR. Wir alle wissen, dass Forschungskollaborationen wichtig sind, um nachhaltige Partnerschaften aufzubauen, und Studenten sind der Schlüssel zu dem langfristigen Erfolg. Die Studenten haben die Möglichkeit, mit Mentoren aus beiden Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Promotionsprogramm zu entdecken. Das zeigt ihnen, welche Bedeutung ihr Beitrag für den Ausbau und den Erhalt unserer Partnerschaft hat“, erklärt Prof. Ono aus kanadischer Sicht.

Für die Universität Augsburg bedeutet die neue Zusammenarbeit einerseits eine weitere Stärkung der Forschungsbereiche Digitalisierung, Robotik und Leichtbau. Andererseits baut die Universität Augsburg ihr Netzwerk an internationalen Kooperationen weiter aus.

Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel:

„Ich freue mich außerordentlich über den Besuch von Präsident Ono und der gesamten Delegation aus Vancouver. Dieser unterstreicht die weltweite Sichtbarkeit der Universität Augsburg sowie der ganzen Metropolregion Augsburg und wäre ohne die großartige Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem DLR undenkbar gewesen. Wir werden unsere Kooperation in den nächsten Jahren in der Wissenschaft weiter ausbauen.“

DLR@UBC: Kooperation bei Leichtbau und Fabrik der Zukunft

Die kanadische Universität stärkt nicht nur die Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg. Sie hat auch einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt für die Forschungsinitiative „DLR@UBC“ unterzeichnet. „Unsere deutschen und kanadischen Wissenschaftler von UBC und DLR entwickeln in diesem Zusammenhang gemeinsam sowohl physische als auch digitale Technologien und roboterbasierte Produktionsmethoden für den Leichtbau von Flugzeugen und den bodengebundenen Verkehr der nächsten Generation“, erklärt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Die Augsburger Forschungseinrichtungen des DLR liegen in unmittelbarer Nähe zur Universität, die mit diesen zusammen Forschungsvorhaben vorantreibt.

Innovationslabor und Wissenstransfer

Neben der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags haben die Gäste aus Kanada auch die Forschungsstätten der Universität Augsburg und des DLR in Augsburg besichtigt, darunter auch das Innovationslabor der Universität zum Thema „Digital Engineering and Automation“ im Technologiezentrum Augsburg. Dort sollen robotergestützte Komponentenprüfung, Plug-&-Work für die digitale Produktion sowie Zustandsüberwachung und Datenfusion für die Materialbearbeitung erschlossen und gleichzeitig für den Transfer in die Wirtschaft bereitgestellt werden.

Das Innovationslabor ist Teil des Projekts „Wissenstransfer Region Augsburg“, das im Rahmen des Programms „Innovative Hochschule“ mit rund 10 Millionen Euro von Bund und Ländern gefördert und von Prof. Dr. Siegfried Horn als Projektleiter und einem Team aus Informatikern (Leitung Prof. Dr. Wolfgang Reif) und Materialwissenschaftlern aufgebaut wird. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist die in der Transferstrategie der Universität Augsburg geplante Stärkung bereits bestehender Transferstrukturen mit speziellem Blick auf die großen Herausforderungen, die der mittelständisch geprägten, produktionsorientierten regionalen Wirtschaft durch das Fortschreiten der Digitalisierung im Bereich der Produktion bevorstehen. Diese Herausforderungen können gerade kleine und mittlere Unternehmen ohne Unterstützung kaum bewältigen.

 

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Siegfried Horn
Institut für Materials Resource Management
Telefon 0821/598-3438
siegfried.horn@mrm.uni-augsburg.de