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UPD 69/2019 - 21.05.2019                                 Meldung als pdf

Multimedial vom Olymp bis zum Hades

Welche Emotionen lösten/lösen antike Statuen bei ihren antiken/heutigen Betrachtern aus?


Logo MultimediaguideAugsburg/München/KPP – Augsburger Studentinnen und Studenten der Klassischen Archäologie präsentieren am 21. Mai 2019 im Münchner Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke (M.F.A) einen mit Unterstützung des BR realisierten Multimediaguide, der den Museumsbesucherinnen und Besuchern die Gefühlswelten antiker Meisterwerke erschließt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Bild: Auch ein Logo haben die Augsburger Archäologiestudentinnen und -studenten für Ihren M.F.A.-Guide kreiert.

Über ein Semester hinweg nahmen Studentinnen und Studenten des Augsburger Masterstudiengangs "Kunst- und Kulturgeschichte" mit ihrer Dozentin Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie) Meisterwerke der antiken Plastik ins Visier, die auch heute noch emotionale Reaktionen auszulösen vermögen, ohne dass diese identisch sein müssen mit den teils ambivalenten Empfindungen der antiken Betrachterinnen und Betrachter. Feel it still? „Feel it still? Emotionale Bilder und Antike“ war das Thema des Forschungsseminars, dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer recherchierten, wie wohl das antik-zeitgenössische Publikum auf die Kunstwerke reagiert haben könnte. Sie sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass es einerseits wohl Anliegen der Schöpfer der Skulpturen war, dem Bedürfnis nach in der Tat starken und eindeutigen Gefühlen wie Angst oder Liebe zu entsprechen, dass es andererseits von den Zeitgenossen aber offenbar auch ganz besonders geschätzt wurde, wenn sie bei der Betrachtung in ambivalente Gefühlslagen versetzt wurden. Reine Gefühle und ambivalente Empfindungen Typische Beispiele: Während "Amor und Psyche" gewissermaßen "einfach nur Liebe" vermitteln, spricht die Gruppe "Eirene mit dem Plutosknaben" – jenseits bzw. mit der augenscheinlichen wohligen Mutter-Kind-Zugewandtheit – Sehnsüchte der zeitgenössischen Betrachterinnen und Betrachter an, die aus dem von Krieg und wirtschaftlichem Niedergang geprägten Zeitkontext resultieren: Als "Amme" bemuttert Eirene, der personifizierte Frieden, den Wohlstand in Person des göttlichen Buben Plutos. Zu insgesamt zehn M.F.A-Exponaten erläutern dies und mehr die Hörbeiträge, die die Studentinnen und Studenten für den Multimediaguide „Vom Olymp bis zum Hades. Antike Emotionswelten“ erarbeitet haben. Fachkundig unterstützt wurden sie dabei nicht nur vom Museum selbst, sondern auch von professionellen Sprecherinnen und Sprechern des BR-Studios Schwaben. "Antike" und eigene Gefühle "Die Museumsbesucherinnen und -besucher werden mit unseren Guides in die Gefühlswelten der antiken Meisterwerke eingeführt. Sie sollen dabei zugleich aber auch angeregt werden, auch über die bei Ihnen selbst ausgelösten Emotionen nachzudenken", erläutert eine Sprecherin der studentischen Projektgruppe und hofft, dass dies gelungen ist. Zeigen werden dies die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher, denen das Museum den Multimediaguide nach dessen Präsentation am 21. Mai als zusätzliches Informationsangebot auch auf seiner Homepage dauerhaft zur Verfügung stellen wird.

Termin und Ort: Der Multimediaguide "Vom Olymp bis zum Hades. Antike Emotionswelten" wird am Dienstag, dem 21. Mai 2019 um 18.00 Uhr im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke (Haus der Kulturinstitute, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München) "eingeweiht". Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei.

Kontakt:

Prof. Dr. Natascha Sojc, Universität Augsburg
Tel. 0821/598-5502

Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
Tel. 089/289-27690 und -27695 mfa@lrz.uni-muenchen.de

Pressebilder zum Download:

Amor-final-idwBild: BU: Elementare Gefühle: Amor und Psyche. © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eirene-final-idwBU: Kontextabhängige Sehnsüchte: Eirene mit dem Ploutosknaben.© Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, München