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UPD 59/08 - 28.04.2008

Musik studieren in der Mozart-Stadt Augsburg

Am neuen "Leopold-Mozart-Zentrum" der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät bietet die Universität Augsburg ab dem kommenden Wintersemester innovative, pädagogisch und künstlerisch ausgerichtete Bachelor- und Master-Studiengänge für künftige Musikvermittler und Profi-Musiker.


Auf der Grundlage eines jüngst gefassten Beschlusses der Bayerischen Landtags, der die partielle Eingliederung der Abteilung Augsburg der früheren Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bestätigt, bietet die Universität Augsburg an ihrem neuen "Leopold-Mozart-Zentrum" ab dem kommenden Wintersemester drei neuartige Studiengänge sowohl für musikalisch-künstlerische als auch für musikpädagogische und -therapeutische Berufswege an: einen achtsemestrigen "Bachelor of Music", einen potentiell anschließenden viersemestrigen "Master of Music (performing arts)" und einen berufsbegleitenden "Master of Music Therapy". Darüber hinaus steuert das "Leopold-Mozart-Zentrum" das Wahlpflichtfach Musik zum Schwerpunkt "Ästhetische Bildung" des Augsburger BA-Studiengangs Erziehungswissenschaft bei. Wie bisher kann das Fach Musik an der Universität Augsburg auch weiterhin im Rahmen der Lehramtsstudiengänge für die Grund-, Haupt- und Realschule als Unterrichts-, Drittel- oder Kleinfach studiert werden. Die Bewerbungsfrist zum Studienbeginn Wintersemester 2008/09 endet für den neuen "Bachelor of Music" am 31. Mai 2008.

Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer, Inhaber des Lehrstuhls für Musikpädagogik und kommissarischer Leiter des neuen Instituts, ist mit dem Ergebnis der in dieser Form einzigartigen Verschmelzung einer universitären Musikpädagogik und Musikwissenschaft einerseits mit wesentlichen Teilen einer Musikhochschule andererseits hochzufrieden: "Wir haben mit dem 'Leopold-Mozart-Zentrum' und seinen neuen Studiengängen beste Möglichkeiten geschaffen, um in der Mozart-Stadt Augsburg Musik auf höchstem Niveau studieren zu können, und zwar mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten in einem breiten und facettenreichen Spektrum interessanter Schwerpunkte und Vertiefungen zwischen künstlerischer und pädagogischer Ausrichtung", so Kraemer. Im Mittelpunkt des Studienangebots steht der neue Bachelor-Studiengang, der künstlerisch-praktische, musikwissenschaftlich-theoretische und musikpädagogisch-fachdidaktische Studienbereiche für unterschiedliche Studienschwerpunkte zu einem einheitlichen Ausbildungskonzept verbindet.

Bachelor of Music: der Weg zum Experten für Interpretation, Präsentation und Vermittlung von Musik

"Der Weg zum Experten für Interpretation, Präsentation und Vermittlung von Musik, sagt Kraemer, führe über ein entsprechendes Studium, wie die Universität Augsburg es in Form des modularisierten BA-Studiengangs mit drei Profilierungen und diversen Vertiefungsrichtungen ab dem kommenden Wintersemester anbietet. Im achtsemestrigen Bachelor-Studium schafft zunächst die künstlerisch-praktische Ausbildung das Fundament für die eigene musikalische Profilierung des Studierenden und für seine Fähigkeit, Musik eigenständig zu erschließen und sie zu vermitteln. Weiterhin werden fundierte musikwissenschaftliche und musiktheoretische Sachkenntnisse erworben, die erforderlich sind, um über Musik urteilen und sie unterrichten zu können. Als drittes Ausbildungselement kommt die pädagogische Qualifizierung hinzu, die die Aneignung instrumenteller Kompetenzen zur effektiven Vermittlung von Musik mit einschließt.

Kernziele des Bachelor-Studiums sind dementsprechend

  • der Erwerb und die Optimierung eigener künstlerisch-praktischer Fertigkeiten, um Musik unterschiedlicher Stilrichtungen und Aufführungspraktiken mit Stimme und Instrument, solistisch und im Ensemble sowie auf technischem Wege authentisch verwirklichen zu können,
  • die Aneignung musikwissenschaftlicher und musiktheoretischer Kenntnisse, um Musik in ihren geschichtlichen, gesellschaftlichen und musikalischen Zusammenhängen zu verstehen,
  • die kritische Reflexion musikpädagogischen Handelns in seinen Voraussetzungen und Folgen,
  • die Aneignung pädagogischer Basiskompetenzen und neuerer didaktischer Theorien und Modelle,
  • der Erwerb grundlegender Methodenkenntnisse und wissenschaftlicher Arbeitstechniken sowie
  • die Analyse des Berufsfeldes und die Vorbereitung auf die Unterrichtspraxis durch Praktika und praktikumsbegleitende Veranstaltungen.

Ein Studiengang mit drei Profilen

Bis zum vierten Semester durchlaufen alle Studentinnen und Studenten eine grundständige musikalische und pädagogische Ausbildung. Nach dem vierten Semester entscheiden sie sich für eines von drei Profilen, die auf beruflich bedeutsame Tätigkeitsfelder ausgerichtet sind, nämlich:

  • Instrumental-/Gesangspädagogik mit den Vertiefungsrichtungen Elementare Musikpädagogik, Klassenmusizieren, Jazz/Pop/Musikmedien, Musikwissenschaft/Musiktheorie oder künstlerische Ausbildung
  • Elementare Musikpädagogik mit den Vertiefungsrichtungen pädagogisch-künstlerisch (Instrument, Stimme), interkulturelle musikalische Erziehung oder musiktherapeutische Elemente
  • Blasorchesterleitung mit den Vertiefungsrichtungen: Instrumentalpädagogik oder Instrumentalpädagogik/künstlerische Ausbildung.

Master-Perspektiven - ab sofort für Künstler, später auch für Musikvermittler

Für diejenigen, die im BA-Studium herausragende künstlerische Studienleistungen nachweisen, ermöglicht der anschließende, vom Leopold-Mozart-Zentrum jeweils in Kooperation mit einer Musikhochschule angebotene "Master of Music (Performing Arts) in vier Semestern eine qualifizierte Ausbildung und künstlerische Reifung zum Solisten oder Kammer- bzw. Orchestermusiker. Komplementär zu dieser künstlerischen BA-Anschlussoption ist bereits auch ein auf Musikvermittlung ausgerichteter interdisziplinärer Master-Studiengang angedacht.

Die richtige Adresse - für künftige Musikvermittler ebenso wie für Künstler

"Mit unserem 'Bachelor of Music' können wir unseren künftigen Studentinnen und Studenten eine innovative künstlerisch-pädagogische Ausbildung garantieren, die modernen internationalen Standards entspricht und mit vielfältigen Profilen und Vertiefungsrichtungen auf ein breites und zukunftsorientiertes professionelles Betätigungsfeld abzielt", versichert Kraemer. Wer später an Musik-, Ganztags- oder Privatschulen, in Kindergärten, in kirchlichen oder kommunalen Einrichtungen, in Eltern-Kind-Gruppen oder in Fort- und Weiterbildungsinstitutionen musikalisch mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten wolle, sei im Augsburger Lepold-Mozart-Zentrum ebenso an der richtigen Adresse wie der musikalisch nachweislich Hochtalentierte, der den künstlerischen Weg zum Solisten, Kammer- und Orchestermusiker einschlagen will: er nämlich findet in dem an den Bachelor anschließenden "Master of Music (Performing Arts)" ein von international renommierten Professoren und Dozenten der bisherigen Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und der Universität Augsburg garantiertes Ausbildungsniveau, das nicht nur der Konkurrenz standhält, sondern zusätzlich von allen Vorteilen der Einbettung in das wissenschaftliche Umfeld und in die Infrastruktur einer Universität profitiert.

Innovative Schwerpunkte in Forschung und Lehre

"Durch universitäre Einbettung in eine breit aufgestellte philosophisch-sozialwissenschaftliche Fakultät, in die wir als LMZ auch durch unsere Mitwirkung am Bachelor-Programm Erziehungswissenschaft fest integriert sind, und durch die damit gegebenen hervorragenden Möglichkeiten interdisziplinärer Kooperation können wir in Forschung und Lehre neue Wege gehen, um aktuellen Herausforderungen passgenau zu begegnen", erläutert Kraemer. Exemplarisch verweist er dabei auf einen interkulturellen Schwerpunkt im Bereich "Elementare Musikpädagogik" sowie auf die Schwerpunkte "Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf" und "Musik und Gesundheit", die aufgrund der Integration des Faches Musiktherapie etabliert werden können. Mit dem durch diese Integration ebenfalls möglich gewordenen Angebot eines Weiterbildungsstudiengangs "Master of Music Therapie", der berufsbegleitend in Unterrichtsblöcken über sechs Semester hinweg absolviert wird, untermauert das "Leopold-Mozart-Zentrum" den vom Sitfterverband für die Deutsche Wissenschaft bestätigten Anspruch der Universität Augsburg, in Deutschland eine Vorreiter- und Spitzenrolle auf dem Gebiet der Wissenschaftlichen Weiterbildung zu spielen.

Zusätzliche Attraktivität auch für die Lehramtsstudiengänge

Fraglos wird auch die bereits seit den 1970er Jahren gegebene und seither ausgiebig genutzte Möglichkeit, an der Universität Augsburg das Fach Musik im Rahmen der Lehramtsstudiengänge für Grund-, Haupt- und Realschule zu studieren, durch die mit dem Leopold-Mozart-Zentrum massiv gesteigerte universitäre "Musik-Präsenz" erheblich an Attraktivität gewinnen. Wer zum Wintersemester 2008/09 ins Lehramtstudium mit Musik als Unterrichts-, Drittel- oder Kleinfach einsteigen will, kann sich noch bis zum 30. April bewerben. Dieselbe Bewerbungsfrist gilt für den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang "Master of Music Therapy". Für den "Bachelor of Music" sowie für den "Master of Music (Performig Arts)" ist hingegen erst am 31. Mai Bewerbungsschluss. Über die Zulassung zum Studium erfolgt in allen Fällen eine Eignungsprüfung.

Formulare zur Anmeldung für die Eignungsprüfungen stehen auf http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lmz/aktuelles/ zum Download bereit.
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LMZ-Homepage: http://www.leopold-mozart-zentrum.de

Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news257794

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer
Telefon 0821/598-2919
rudolf-dieter.kraemer@phil.uni-augsburg.de
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Anhang 1: Struktur des "Leopold-Mozart-Zentrums" der Universität Augsburg

Das Leopold-Mozart-Zentrum umfasst

  1. ein Institut für Musikpädagogik (Lehramt), Musikwissenschaft und Musiktherapie,
  2. ein Institut für Saiteninstrumente, Tasteninstrumente, Gesang und Elementare Musikpädagogik und
  3. ein Institut für Blasinstrumente, Schlagwerk und Blasorchesterleitung.
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Anhang 2: Die Dozentinnen und Dozenten des "Leopold-Mozart-Zentrums"

  • Bewegungslehre: Hannelore Schaber
  • Blasorchesterleitung: Prof. Maurice Hamers
  • Digitale Medien/Klavier: Johann Winter
  • EMP: Andrea Friedhofen
  • Fagott: Prof. Karsten Nagel
  • Flöte: Ina Deutschländer-Bowler, Mathias Dittmann
  • Gesang: Monika Fröhlich-Schweiger, Agnes Habereder-Kottler
  • Jazz, Pop, Big Band: Daniel Eberhard
  • Kammermusikprojekte: Prof. Julius Berger
  • Klarinette: Prof. Harald Harrer
  • Klavier: Sibylle Kagerer-Stier, Christine Olbrich, Ulrich Schwarz
  • Kontrabass: Franz Mayr-Musiol
  • Korrepetition: Geoffrey Abbott, Johannes Bosch, Brigitta Hanke-Ganser, Ruth Möbius, Walter Thomas, Martin Unterholzner
  • Musiktheorie/Musikwissenschaft: John Van Buren, Johann Peter Gampl, Hans Ganser, Richard Heller, Prof. Dr. Johannes Hoyer
  • Musikpädagogik: Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer, Prof. Dr. Martin Loritz, Gertrud Schwoshuber
  • Musiktherapie: Prof. Dr. Hans Ulrich Schmidt, Prof. Dr. Tonius Timmermann
  • Orchester/Musikpädagogik: Bernd-Georg Mettke
  • Orgel(kunde): Andreas Maisch
  • Saxophon: Wilhelm Nuszbaum
  • Trompete: Prof. Uwe Kleindienst
  • Viola: Ludwig Schmalhofer
  • Violine: Prof. Bernhard Tluck
  • Violoncello: Hartmut Tröndle
  • Vokalpädagogik/Chor: Dr. Andreas Becker