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UPD 63/08 - 07.05.2008

Die Universität Augsburg im neuen CHE-Ranking:

Ziemlich im grünen Bereich

MuK und Soziologie in vier von fünf bzw. sechs Wertungen auf Spitzengruppenplätzen / Auch Jura und VWL jeweils zweimal mit grün dabei / Durchweg noch besseres Abschneiden als im CHE-Ranking 2005


Zu den Fächern, die im aktuellen CHE-Hochschulranking neu bewertet wurden, zählen an der Universität Augsburg die Disziplinen BWL, Jura, Medien- und Kommunikationswissenschaften/Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und VWL. Das hervorragende Augsburger Abschneiden in den Medien und Kommunikationswissenschaften hat Tradition (siehe http://idw-online.de/pages/de/news156645). Dass die Augsburger Soziologie in diesem Ranking vier Spitzengruppen- und zwei Mittelfeldplätze besetzt, bestätigt nun im Bereich "Studium und Lehre" die hervorragende Qualität, die ihr unlängst vom Wissenschaftsrat in Sachen Forschungseffizienz bescheinigt wurde (siehe http://idw-online.de/pages/de/news256636). Auch in Jura und VWL sind jeweils zwei Spitzengruppenwertungen zu verzeichnen. Das Gesamtbild ist über alle Fächer hinweg von zahlreichen und teils erheblichen Verbesserungen gegenüber dem Ranking des Jahres 2005 geprägt, denen fast keine Verschlechterungen gegenüberstehen.

Am spektakulärsten ist die positive Entwicklung der Augsburger Soziologie: Sie steigt bei den Kriterien Studiensituation, Betreuung und Methodenausbildung von der Schlussgruppe (2005) in die Spitzengruppe auf, hält ihren Spitzengruppenplatz beim Kriterium Forschungsgelder und ihren Mittelfeldplatz bei der Forschungsreputation. Bei der Bibliotheksausstattung steigt sie ins Mittelfeld auf.

Der Studiengang Medien und Kommunikation wiederholt sein ausgezeichnetes Ergebnis des Jahres 2005 mit Spitzengruppenplatzierungen bei der Studiensituation, der Betreuung, der Studienorganisation und beim Praxisbezug.

Zu diesen Kriterien im 2005er Ranking nicht gewertet, erreicht die Augsburger Volkswirtschaftslehre bei Studiensituation und bei Betreuung auf Anhieb Spitzenplatzierungen und bei Bibliotheksausstattung einen Platz im Mittelfeld. Hier liegt sie auch in Sachen Forschungsreputation.

Auch die Rechtswissenschaften konnten bei den Kriterien Studiensituation und Betreuung in die Spitzengruppe aufsteigen und sich zudem bei der Bibliotheksausstattung auf einen Mittelfeldplatz verbessern.

Aufstiege schließlich auch bei der Betriebswirtschaftslehre und der Politikwissenschaft: Die BWL verbessert sich bei den Kriterien Betreuung und Forschungsgelder, die Politikwissenschaft bei der Studiensituation und der Bibliotheksausstattung jeweils auf Mittelfeldplätze.

Spektakulärer Aufschwung in der Soziologie

"Mit vier Spitzengruppen- und zwei Mittelfeldplätzen in diesem CHE-Ranking schneidet unsere Soziologie nicht nur innerhalb Bayerns, sondern bundesweit hervorragend ab. Wie bereits neulich durch eine Studie des Wissenschaftsrates, die den Augsburger Soziologen hohe Forschungseffizienz bescheinigt hat, sehen wir uns hier erneut in unserer strukturpolitischen Entscheidung bestätigt, einem Drängen zur Einschrumpfung des sozialwissenschaftlichen Bereiches nicht zu folgen", so Vizepräsident Prof. Dr. Alois Loidl. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Verbesserungen, die zugleich die Politikwissenschaft erzielt hat. Zu den in diesem Bereich noch erkennbaren Schwachpunkten bei den eher forschungsbezogenen Kriterien meint er: "Sie sind m. E. nicht zuletzt auf die Unruhe zurückzuführen, die in den letzten Jahren aus dem Zusammentreffen eines Generationenwechsels mit der strukturpolitischen Debatte entstanden ist. Ich bin überzeugt davon, dass es rasch gelingen wird, diese Defizite zu überwinden."

Der Augsburger MuK-BA: dauerhaft ganz oben dabei

In der Medien- und Kommunikationswissenschaft ist Augsburg gemeinsam mit Eichstätt Spitze in Bayern, deutschlandweit schneiden hier lediglich Erfurt und Münster mit fünf Spitzengruppenplätzen besser ab. "Seit wir den Bachelor-Studiengang 'Medien und Kommunikation' 2001 mit relativ bescheidener Ausstattung errichtet haben, übersteigt die Zahl der Bewerbungen die Zahl der verfügbaren Studienplätze regelmäßig um das 20- bis 30-Fache. Die erneut hervorragende Bewertung im CHE-Ranking überrascht uns auch insofern nicht, als unser MuK-BA auch bei einem karriere-Ranking vor zwei Jahren bundesweit Platz fünf erreichte", meint Loidl.

Sehr zufrieden zeigt sich der Vizepräsident auch darüber, dass es der Juristischen Fakultät gelungen ist, Spitzengruppenplatzierungen in den Wertungskriterien Studiensituation und Betreuung zurückzuerobern und dass es die Volkswirtschaftslehre geschafft hat, sich hier auf Anhieb ebenfalls im Spitzenfeld zu etablieren. "Dass die Betriebswirtschaftslehre nicht ganz so gut abschneidet wie die VWL, mit der sie gemeinsam die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bildet, ist primär wohl die Konsequenz der deutlich höheren Zahl von BWL-Studentinnen und -Studenten."
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Grafische Übersicht über das Abschneiden der Universität Augsburg beim CHE-Hochschulranking 2008: http://idw-online.de/pages/de/news259183