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UPD 211/09 - 07.11.2009

Eine vernetzte Lehre für die deutsche Friedens- und Konfliktforschung

Augsburger Tagung des AFK-Arbeitskreises "Curriculum" erstrebt eine Universitäts- und Generationengrenzen überschreitende Kooperation bei der Gestaltung des friedens- und konfliktwissenschaftlichen Studiums.


Augsburg/KPP - Mit dem Ziel, die Lehre in der eigenen Disziplin über Universitäts-, aber auch über Generationengrenzen hinweg stärker zu vernetzen, um alte und neue Herausforderungen in Sachen Studienkonzeption, Didaktik und Lehrqualität gemeinsam und koordiniert zu bewältigen, treffen sich die Mitglieder des auf einer langjährigen Tradition basierenden Arbeitskreises "Curriculum" der "Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung" (AFK) vom 13. bis zum 15. November 2009 in Augsburg zu der Tagung "Lehre vernetzen - Curricula und Didaktik in der Friedens- und Konfliktforschung".

Gastgeber dieser von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderten Tagung ist Prof. Dr. Christoph Weller. Seit September 2008 Inhaber eines neu auf Friedens- und Konfliktforschung ausgerichteten Augsburger Politikwissenschaft-Lehrstuhls, hat Weller hier mittlerweile neben einem entsprechenden Forschungsschwerpunkt zusammen mit der Soziologie ein neues Masterprogramm "Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung" etabliert.

Effiziente Formen interuniversitärer Zusammenarbeit

Mit entsprechenden Problemen und Herausforderungen folglich hautnah vertraut, meint Weller: "Es ist wichtig, dass alle, die in Deutschland auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung lehren, ihre Kontakte und Kooperationen kontinuierlich pflegen und noch weiter institutionalisieren. Für die Qualitätssicherung in den neuen Studiengängen und damit verbundene Fragen der Didaktik und der Curricula-Entwicklung in unserer Disziplin brauchen wir adäquate und effiziente Formen interuniversitärer Zusammenarbeit."

Die Idee für die Augsburger Tagung und die Erprobung neuer interuniversitärer Kooperationsformen haben die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Wellers Lehrstuhl entwickelt. Wenn hier mehr und weniger etablierte und in der Lehre mehr und weniger erfahrene Friedens- und KonfliktforscherInnen aus der ganzen Bundesrepublik beim intensiven Erfahrungs- und Meinungsaustausch an einem Tisch sitzen werden, sehen sie dies als eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die erstrebte Vernetzung der verschiedenen Studiengänge und der in ihnen lehrenden Wissenschaftlergenerationen gelingen kann.

Auf der Basis einer Internetplattform

Neben diesem Anspruch einer umfassenden Vernetzung der Zunft im Bereich der Lehre - und ganz im Sinne dieses längerfristigen Anliegens - haben die Friedens- und Konfliktforscher bei ihrer Augsburger Tagung aber auch ein ganz konkretes, kurz- bis mittelfristig umsetzbares Resultat im Visier: Auf den Weg gebracht werden soll eine interaktive Internetplattform zur Lehre in der Friedens- und Konfliktforschung. Sie soll z. B. ein digitales Gesprächsforum für Neuigkeiten, Fragen, Link-Tipps etc. bieten und eine Datenbank zu Lehr- bzw. Seminarkonzeptionen oder zu didaktischen Methoden. "Ein solches Internetangebot wird einen regelmäßigen und unkomplizierten Austausch aller lehrenden Kolleginnen und Kollegen ermöglichen. Es kann nach seiner Initiierung im Sinne eines Graswurzelprojektes mit relativ geringem Aufwand betrieben werden und ist", so Weller, "dazu prädestiniert, weitergehende Vernetzungseffekte zu bewirken."

Die Tagung Lehre vernetzen - Curricula und Didaktik in der Friedens- und Konfliktforschung" des AFK-Arbeitskreises "Curriculum" findet vom 13. bis zum 15. November 2009 im Tagungszentrum "Hotel am alten Park" (Frölichstraße 17 , 86150 Augsburg) statt.
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Für weitere Informationen:

Julika Bake, MA, julika.bake@phil.uni-augsburg.de
Dr. Ulrich Roos, ulrich.roos@phil.uni-augsburg.de

Lehrstuhl für Politikwissenschaft/Friedens- und Konfliktforschung
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49(0)821-598-5590
http://www.uni-augsburg.de/friedensforschung