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UPD 12/28 - 30.01.2018                                 Meldung als pdf

Gemeinsame Pressemitteilung der Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen und der Universität Augsburg:

"Fuggerpreis für die Wissenschaft" 2017 geht an Prof. Dr. Henner Gimpel

Preisverleihung am 1. Februar 2018 um 18.30 Uhr in der Leonhardskapelle der Fuggerei mit Festvortrag von Herrn Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Augsburg / Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zum Pressegespräch um 17.30 Uhr in den Räumen der Administration der Fuggerschen Stiftungen eingeladen.


Gimpel HennerAugsburg/ALM/KPP – Der Wirtschaftsingenieur Prof. Dr. Henner Gimpel erhält für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie deren Vermittlung in zahlreichen Publikationen in international renommierten Zeitschriften und Tagungsbänden den mit 10.000 Euro dotierten "Fuggerpreis für die Wissenschaft", der in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben wird. Mit seinen Arbeiten im Bereich der soziotechnischen Informationssysteme leistet Gimpel einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit digitalen Technologien.

Bild: Prof. Dr. Henner Gimpel ist Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg und stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des  Kernkompetenzzentrums Finanz- und Informationsmanagement. Foto: privat

Nach Auffassung der fünfköpfigen Jury entsprechen Henner Gimpels bisherigen wissenschaftlichen Leistungen hinsichtlich ihres Erkenntnisgewinns, ihrer Qualität sowie ihres Beitrags zum nachhaltigen Umgang mit digitalen Technologien hervorragend den Zielsetzungen und Ansprüchen des "Fuggerpreises für die Wissenschaft", der 2010 erstmals verliehen wurde.

Festvortrag zum Spannungsfeld Medizin – Ökologie – Digitalisierung

Für den diesjährigen Festvortrag konnte Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie des Klinikum Augsburg gewonnen werden. Anknüpfend an Herrn Gimpels Forschung im Bereich Digitalisierung des Gesundheitswesens, beleuchtet Herr Schmidtke unter dem Titel „Aufbau der Universitätsmedizin Augsburg – Chancen und Risiken“ das Spannungsfeld zwischen Medizin, Ökonomie und Digitalisierung.

Zum Preisträger 2017

Prof. Dr. Henner Gimpel studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe mit Schwerpunkten in Betriebswirtschaftslehre und Angewandter Informatik. Im Anschluss an das Studium promovierte er dort in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit Auszeichnung zu Themen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaftsinformatik und Verhaltensökonomie. Derzeit ist er Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Augsburg. Daneben ist er in leitender Position am Kernkompetenzzentrum Finanz- und Informationsmanagement und in der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT tätig.

Der inhaltliche Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Analyse und Gestaltung sozio-technischer Informationssysteme, in denen Menschen, Informationen und digitale Technologien miteinander interagieren. Ziele sind hier einerseits die menschengerechte und wirtschaftlich zielführende Entwicklung und Nutzung von Informationssystemen und andererseits die Analyse der individuellen Akzeptanz und des Umgangs mit digitalen Technologien in der Finanzwirtschaft, dem Gesundheitswesen oder der High-Tech-Industrie. Indem er aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen in praktisch anwendbare Konzepte transferiert und somit zur Lösung unternehmerischer Probleme beiträgt, unterstützt er maßgeblich den immer wichtiger werdenden Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Aufgrund seiner interdisziplinären Forschungsausrichtung und seiner zahlreichen Aktivitäten zur Verbesserung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erfüllt Henner Gimpel nach Auffassung der Jury die Kriterien des Preises in herausragender Art und Weise.

Pressegespräch ab 17.30 Uhr, feierliche Preisverleihung ab 18.30 Uhr

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zu einem Pressegespräch im Vorfeld der Preisverleihung eingeladen: Ab 17.30 Uhr stehen der Preisträger, der Festredner und die Preisstifter für Fragen zur Verfügung. Die feierliche Verleihung des "Fuggerpreises für die Wissenschaft beginnt um 18.30 Uhr in der Leonhardskapelle der Fuggerei. An die Begrüßung durch S. E. Alexander Graf Fugger-Babenhausen und durch Vizepräsident Prof. Dr. Peter Welzel schließt ein Statement über den Forschungsrahmen von Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl an. Es folgen der Festvortrag von Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Augsburg, die Laudatio auf den Preisträger durch Prof. Dr. Björn Häckel und ein Referat des Preisträgers Prof. Dr. Henner Gimpel. Nach der Übergabe des Preises durch S. E. Alexander Graf Fugger-Babenhausen klingt die Veranstaltung bei einem Empfang in den Senioratsräumen aus.

Um Anmeldung wird gebeten:
Fuggersche Stiftungen
Astrid Gabler
Telefon 0821/319881-25
gabler@fugger.de 

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Fuggerpreis in Fuggertradition

Der Preis soll alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftler der Universität Augsburg gehen, die sich in ihren herausragenden Forschungsarbeiten mit Nachhaltigkeit und sozialen Komponenten der Wirtschaft auseinandergesetzt haben. Das wissenschaftsfördernde Engagement des Hauses Fugger steht in der Tradition von Anton Fugger, der in der Mitte des 16. Jahrhunderts eine Studienstiftung in Babenhausen begründete, deren Ziel es war, die junge Intelligenz aus den Fuggerschen Herrschaftsgebieten zu fördern und ihr Studien an damals führenden Universitäten wie Ingolstadt, Dillingen oder Löwen zu ermöglichen. In dieser Traditionslinie kann auch jene Initiativsitzung des „Schwäbischen Hochschulkuratoriums“ zur Gründung der Universität Augsburg gesehen werden, zu der S. D. Joseph Ernst Fürst Fugger von Glött im Frühjahr 1966 in die Leonhardskapelle der Fuggerei einlud. In ihr wird - wie im November 2010 bei der erstmaligen Verleihung des „Fuggerpreises für die Wissenschaft“ - auch dieses Jahr gefeiert. Das Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement, das gemeinsam mit den Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen den "Fuggerpreis für die Wissenschaft" verleiht, beschäftigt sich sowohl in der Lehre als auch in Forschungs- und Praxisprojekten mit den interdisziplinären Herausforderungen einer auf nachhaltige Wertgenerierung ausgerichteten Unternehmensführung, insbesondere in den Bereichen Finanz- und Informationsmanagement.

Die bisherigen Preisträger

Das denkbar breite Spektrum von Fragestellungen aus den Bereichen der Wirtschaftswissenschaften, der Wirtschaftsinformatik, des Wirtschaftsingenieurwesen und der Wirtschaftsgeschichte zeigt sich in der Breite der Qualifikationen der Preisträger der vergangenen Jahre: Für seine Doktorarbeit "Beiträge zur Anforderungsanalyse im Rahmen der Entwicklung betrieblicher Anwendungssysteme aus Sicht der Wirtschaftsinformatik" und darüber hinausgehende wissenschaftliche Arbeiten wurde der Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Maximilian Röglinger 2010 als erster mit dem "Fuggerpreis für die Wissenschaft" ausgezeichnet. 2012 wurde Dr. Maximilian Kalus für seine Studie "Pfeffer – Kupfer – Nachrichten. Kaufmannsnetzwerke und Handelsstrukturen im europäisch-asiatischen Handel am Ende des 16. Jahrhunderts" ausgezeichnet. 2013 erhielt der Materialwissenschaftler Dr. Stephan Krohns den "Fuggerpreis für die Wissenschaft" für seine Promotion "Grenzflächenpolarisationen in Übergangsmetalloxiden: Von der Grundlagenforschung zur Anwendung". 2015 folgte die Preisverleihung an Prof. Dr. Björn Häckel für seine Habilitation im Bereich der ertrags-/risikointegrierten Steuerung von Informationstechnologie. 

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Pressebild zum Download

Gimpel HennerProf. Dr. Henner Gimpel ist Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg und stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrums Finanz- und Informationsmanagement. Foto: privat