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UPD 14/19 - 28.01.2019                                 Meldung als pdf

Am morgigen Dienstag im Leopold-Mozart-Zentrum:

Musik zwischen Schatten und Licht

Ein Konzertabend mit Textvorträgen und szenischen Elementen zum Schaffen Dimitri Schostakowitschs zwischen künstlerischer Freiheit und ideologischem Zwang


Augsburg/JH/KPP – Wie konnte ein Künstler vor dem Druck des sowjetischen Regimes bestehen, ohne seine Identität aufzugeben? Dieser Frage widmet sich der Konzertabend „Schattenspieler Schostakowitsch“ am morgigen Dienstag, dem 29. Januar 2019, um 19.00 Uhr im Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Der Eintritt ist frei.

Als „Schattenspieler“ wandelte Dimitri Schostakowitsch (1906 bis 1975) zwischen den Welten. Zum einen als Vorzeigekomponist geehrt, dann wieder streng gerügt, ist Schostakowitsch in seinem Leben und künstlerischem Schaffen geprägt von der staatlichen Macht. Dies spiegelt sich in seiner Musik, einer Musik zwischen Schatten und Licht, die im Spannungsfeld zwischen Ausdruckswillen und Regimezwang entstanden ist.

Werke aus nahezu allen Schaffensperioden

Im Mittelpunkt des LMZ-Konzertabends stehen Werke aus nahezu allen Schaffensperioden des Komponisten, der sein Leben lang politischen Zwängen gerecht werden musste und doch seine eigene Musik und Geschichte schrieb. Diese Werke lassen den Reichtum des Schaffens Schostakowitschs aufscheinen. Von seinem ersten Klaviertrio, das er mit nur sechzehn Jahren komponierte, bis zu Ausschnitten aus einem späten Liederzyklus, bei dem er Sonette von Michelangelo vertonte, zeigen sie, wie er allen Widerständen zum Trotz immer wieder neue Wege beschritt, ohne die Tradition zu vergessen.

Textvorträge und szenische Elemente

Eingebettet werden die musikalischen Darbietungen des Abends in Textvorträge und szenische Elemente, die eine Brücke zwischen der Musik und der sich ständig verändernden Lebenssituation des Komponisten im Schatten von Stalin und Chruschtschow schlagen.

Vom Masterstudiengang Musikvermittlung/Konzertpädagogik unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Hoyer, wird der Schostakowitsch-Abend von Studierende der Klavier-, Instrumental- und Vokalklassen des LMZ bestritten.

Historische Einführung und russischer Getränkeausschank

Er beginnt um 19.00 Uhr im LMZ-Konzertsaal in der Maximilianstraße 59 (86150 Augsburg) und klingt mit der Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei – russischem – Getränkeausschank aus. Bereits um 18.00 Uhr gibt in Raum 005 (Erdgeschoss) der Historiker Alexander Weidle eine historische Einführung, die durch Beiträge von Musikvermittlerinnen und -vermittlern ergänzt wird. Auch zu dieser in Kooperation mit dem Bukowina-Institut organisierten Einführung ist der Eintritt frei.

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Pressekontakt:
Konstanze Frölich
Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg
Telefon 0821/450416-36
konstanze.frölich@phil.uni-augsburg.de